“Der Polizist handelt, wie er ausgebildet ist.
Es ist daher notwendig, ihn zu trainieren, da er handeln muss”.

Der Gesellschaft zu dienen und den Bürger zu schützen!

Das ist die schwierige, aber edle Aufgabe, auf die die Polizeiakademie die beteiligten Männer und Frauen vorbereitet.

Heute sind Polizeikräfte eine Notwendigkeit. Unser gesellschaftliches Umfeld ist geprägt von komplexen und unvorhersehbaren Situationen. Der Polizist ist im Herzen der Gesellschaft, er ist im Herzen unserer Gesellschaft.

Um ein guter Polizist zu sein, muss man sich auf jeden Fall berufliche Fähigkeiten aneignen. Aber es reicht nicht aus, ein Experte der Kriminalpolizei, der Gemeindepolizei oder der Notfallpolizei zu sein, ein Spezialist für Schießen oder das Straßenverkehrsrecht…. Zunächst einmal muss man in der Lage sein, sich unter allen Umständen in jedem Moment des Lebens anzupassen. Der zukünftige Polizeibeamte muss daher die für seine Integration in die Gesellschaft notwendigen kulturellen Mittel erwerben.

Neben den durch die Ausbildung erworbenen Fähigkeiten erhält der zukünftige Polizeibeamte dann während seiner gesamten Ausbildung ein Savoir-être, eine Summe von Werten, deren Name Eigenverantwortung, Mut und Gemeinschaftssinn sind. Mit einem Wort, eine wahre Polizeikultur, die durch das Siegel der “Reflexion” gekennzeichnet ist, Reflexion vor dem Handeln.

Mit dem ersten Anziehen seiner Uniform wählt der angehende Polizist, Gendarm oder Inspektor freiwillig diese Summe von Werten, die sein Handeln beeinflussen. Werte, die von seiner ersten Stunde an in der Akademie an die des Aspiranten sein werden.

Morgen wird die Verantwortung des zukünftigen Polizisten sehr real sein. Weil unsere Mitbürger eine immense Erwartung an die Rolle, Verantwortung und das Engagement der Polizisten für ihre Sicherheit zum Ausdruck bringen.

Morgen muss der zukünftige Polizeibeamte die Kraft haben, an seine Überzeugungen zu glauben, sich auf die gewählten und akzeptierten Werte zu stützen, die Kraft, mit Verhältnismäßigkeit zu handeln, die Kraft, endlich unter allen Umständen menschlich zu bleiben.

Morgen wird der zukünftige Polizeibeamte in die Reihen eines gebildeten Korps aufgenommen. Ein Körper, in dem die Prinzipien immer die gleichen sind: Loyalität und Militanz.

Die Loyalität gegenüber der eigenen Hierarchie ist kein Akt des Kompromisses: Sie muss natürlich, mit Stolz und Zusammenhalt ausgedrückt werden.

Was die Militanz betrifft, so ist sie eine Quelle des Einsatzes, der Verfügbarkeit, des Zusammenhalts und der Robustheit. Es ist eine moralische Haltung, die den Einzelnen im Dienste des Menschen und des Landes weitergehen lässt.

Am Ende seiner Ausbildung an der Polizeiakademie weiß der angehende Polizist, Gendarm oder Inspektor dann, wie sein Beruf funktioniert. Aber noch wichtiger ist, dass sie mit dem Grund für ihr Engagement erfüllt wird: der Gesellschaft zu dienen und den Bürger zu schützen.

Alain Bergonzoli,
colonel